Anleger bevorzugen derzeit börsengehandelte Indexfonds

Anleger bevorzugen derzeit börsengehandelte Indexfonds

Für Anleger denen einzelne Aktien zu riskant und die Zinsen für Tagesgeld zu niedrig sind eignen sich börsengehandelte Indexfonds (ETF). Derzeit ist die Nachfrage nach ETF so hoch wie nie zuvor. Große Bankiers predigen, dass Aktien ideal sind um Vermögen unbeschadet durch Krisen zu bringen. Das Frankfurter Bankhaus Metzler hat so seit 1674 alle Herausforderungen gut überstanden. Kleinsparer trauen sich allerdings oftmals nicht zu die richtigen Aktien auszuwählen. Einen Privatbankier können sie mit der Aufgabe in der Regel nicht beauftragen, weil dazu das nötige Kleingeld fehlt. Börsengehandelte Indexfonds erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Sie gibt es seit rund 20 Jahren und ein Zulauf wie momentan wurde noch nie verzeichnet. Weltweit sind den Indexfonds rund 263 Milliarden Dollar zugeflossen. Ein Ende der Erfolgsstory ist nicht in Sicht. Laut einem Analysten der Fondsagentur Morningstar verzeichnen derzeit auf den Aktienmärkten vor allem Indexfonds starke Zuflüsse.

Die Vorteile vom Indexfonds

Die niedrigen Kosten und die Einfachheit der Indexfonds sind die Hauptstärken. Es handelt sich dabei um passive Fonds, für die es keinen Fondsmanager gibt. Bei aktiv gemanagten Indexfonds entscheidet der Fondsmanager welche Aktien für den Fonds über- oder untergewichtet werden. Das Ziel von einem Indexfonds ist, den Index originalgetreu nachzubilden. Der Index bestimmt also die Zusammensetzung des Fonds. Anleger wissen immer genau warum sie Geld gewinnen oder verlieren. Wenn ein ETF auf den Dax gekauft wird und der Index 2 Prozent gewinnt, hat der Besitzer vom Indexfonds 2 Prozent gewonnen. Zugleich sparen die Besitzer von Indexfonds einen erheblichen Teil der Gebühren, die sonst bei Aktienfonds anfallen. Wer sein Geld in gemanagte Fonds investiert muss jedes Jahr mit bis zu 2 Prozent Verwaltungsgebühr rechnen. Dazu kommen dann unter anderem noch der Ausgabeaufschlag und evtl. eine Performance-Gebühr, die von der Wertentwicklung abhängig ist. Beim Kauf von Indexfonds fallen zwar auch Gebühren an, aber die machen abhängig vom Volumen, in der Regel nur bis zu einem Prozent aus. Online-Banken sind deutlich günstiger, als Filialbanken.

Verbraucherschützer loben Indexfonds

Der Indexfonds kann als eine Billigvariante vom Aktienfonds angesehen werden, weshalb er von Verbraucherschützern gelobt wird. Als Nachteilig kann sich erweisen, dass es nicht möglich ist von evtl. unterbewerteten Aktien mit großer Zukunft zu profitieren. Fondsmanagern gelingt es allerdings auch nicht den Markt zu schlagen, wie zahlreiche Studien zeigen. Der Dax steht derzeit auf einem beinahe historischen Höchststand, wo er allerdings zum Jahresende steht, kann niemand wissen. Es sollte also jedem Anleger klar sein, dass ein Investment in ein Tagesgeldkonto weniger risikoreich ist, als in einen Indexfonds. Die Chancen die ein Indexfonds bietet, kann allerdings kein Tagesgeldkonto bieten. Es wird davon ausgegangen, dass der Dax bis zum Jahresende bei 8300 Punkten steht, zumindest deuten darauf die Fundamentaldaten hin. Viele Experten trauen dem Dax aber nicht mehr als 8000 Punkte zu.

Wegen dem großen Interesse an Indexfonds hat die Branche unterschiedliche Produkte entwickelt. ETF gibt es auf Aktien und Anleihen, Immobilien, Währungen und Rostoffe aus aller Welt. Von Comstage wird ein ETF auf den F.A.Z.-Index angeboten, es gibt aber noch kompliziertere Konstruktionen, wie zum Beispiel die Wetten auf fallende Rohstoffpreise.

Bildquelle: © Markus Wegner / pixelio.de

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