Anleger sollten sich auf einen heißen Ritt gefasst machen

Anleger sollten sich auf einen heißen Ritt gefasst machen

Durch die bevorstehenden Wahlen in Italien und den erneut hochkochenden Haushaltsstreit in den USA sind die Märkte verunsichert. Es werden in der neuen Woche zwar zahlreiche Unternehmensdaten erwartet, aber notgedrungen werden die Anleger ihre Blicke vor allem auf die Politik werfen, sodass die Dax-Bilanzsaison in den Hintergrund tritt. Die bevorstehenden Wahlen in Italien lassen die Investoren am deutschen Aktienmarkt den Atem anhalten. Egal wer in Italien die Wahlen gewinnt, für den Dax wird es eine düstere Woche werden. Im deutschen Leitindex wird ein Rücksetzer erwartet, denn ob Italien unter einer neuen Regierung den Sparkurs beibehält ist fraglich. Falls Berlusconi erneut die Schalthebel für Italiens Geschicke in die Hand bekommen könnte das für die Entwicklung der Euro-Zone die mit Abstand größte Katastrophe werden. Der 76-jährige Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi hat bereits erklärt, dass er von den Reformen die Mario Monti angestoßen hat nicht viel hält.

Was passiert wenn Berlusconi die Wahlen gewinnt

Berlusconi hat den italienischen Bürgern versprochen, dass er die Steuererhöhungen zurücknimmt und sich für eine Amnesie für Steuerhinterziehung stark macht. Er ist der Meinung dass der scheidende Ministerpräsident Monti ein Gefolgsmann von Angela Merkel ist die von Berlin und Brüssel angeordnete Sparpolitik das Land in die Rezession stürzt. Mit seinen Versprechungen scheint er bei den Wählern gut anzukommen. Umfragen haben ergeben, dass er mit seinem Mitte-Rechts-Bündnis immer mehr an Boden gewinnt. Die Mitte-Links-Allianz liegt aber weiterhin in Führung. Das Bündnis gemäßigter Parteien unter Monti belegt aktuell den vierten Platz.

Wie geht der US-Haushaltsstreit aus?

Für Gesprächsstoff sorgt in der nächsten Woche aber nicht nur die Wahl in Italien, sondern auch der US-Haushaltsstreit. Da am 01. März die automatischen Haushaltskürzungen in Kraft treten versuchen die Republikaner und die Demokraten sich auf einen Kompromiss zu einigen. Das wirkt sich mit aller Wahrscheinlichkeit belastend auf das US-Wirtschaftswachstum und das Weltwirtschaftswachstum aus. In der US-Industrie zeigt der Trend immer noch klar nach oben. Es wird erwartet, dass der ISM-Index im Februar über 50 liegt und ein expandieren der US-Industrie signalisiert. Daran wird auch das für Januar, bei den Aufträgen für dauerhafte Gütern, erwartete deutliche Minus nichts ändern weil es auf Sondereffekte zurückzuführen ist.

Ist dem Anleihekaufprogramm ein vorzeitiges Ende bestimmt

Analysten und Anleger warten mit Spannung auf das neueste Fed-Sitzungsprotokoll. Kommt es zu einem Drosseln oder einem Stop? Ob das Ende 2012 beschlossene Anleihekaufprogramm ein vorzeitiges Ende nimmt wird von den Notenbankern intensiv diskutiert. Einige Mitglieder im Fed-Rat sind der Meinung, das Tempo der Anleihekäufe müsste angepasst werden. Es könnte also die vorzeitige Beendigung des Programms beschlossen werden oder eine langsame Drosselung des Volumens. Ein baldiger Exit der Fed käme konjunkturell zu früh, denn die Folge wären steigende Zinsen bei Staatsanleihen und Hypotheken.

Bildquelle : © Holger Lang / pixelio.de

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