Credit Suisse – Gewinn im ersten Quartal

Credit Suisse – Gewinn im ersten Quartal

Vielen Aktionären der Schweizer Credit Suisse ist die aktuelle Rallye ihrer Aktie nicht so ganz geheuer. Gegen einen Kurseinbruch haben sie sich bereits vor der Bekanntgabe der Quartalszahlen abgesichert. Im August war das Papier auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren gefallen. Danach hat es wieder 59 Prozent zugelegt. Die Erwartungen der Analysten hat die Großbank erfüllt. Das erste Quartal wurde mit einem Gewinn von 1,3 Milliarden Franken abgeschlossen. Mit der weltweiten Erholung im Gleichschritt, hat die Bank ein erfreuliches Ergebnis verkündet, Das ist eine erhebliche Verbesserung zum Vorjahr, denn damals hat die Neubewertung der eigenen Schulden das Ergebnis belastet. Die Credit Suisse ist damals einem Quartalsverlust knapp entgangen.

175 Milliarden Dollar bis zum Jahresende angepeilt

Im vierten Quartal 2012 konnte die zweitgrößte Schweizer Bank einen operativen Gewinn von 1,2 Milliarden Franken verbuchen. Unterm Strich verdiente die Bank 263 Milliarden Franken. Laut der Credit Suisse liegt die Eigenkapitalrendite derzeit bei 14,2 Prozent. Für das erste Quartal 2013 wird die Kennzahl auf bereinigter Basis mit knapp 16 Prozent beziffert. Das Investmentbanking sticht bei den Spartenergebnissen hervor. In dieser Sparte wurden im Vergleich zum Vorjahr mehr als 600 Millionen Franken eingespart. Der Kostenrückgang ist laut der Credit Suisse in erster Linie auf das PAF-2 Bonusprogramm zurückzuführen. Im ersten Quartal hat dieses mit mehr als 400 Mio. Franken zu Buche geschlagen. In den letzten drei Monaten wurden die risikogewichteten Aktiven um 5 Mio. US-Dollar reduziert. Die Bank ist zuversichtlich, das Ziel von 175 Milliarden Dollar zum Ende des Jahres zu erreichen.

Strategische Maßnahmen erfolgreich umgesetzt

Laut dem Chef der Credit Suisse wurden die strategischen Maßnahmen seit Mitte 2011 erfolgreich umgesetzt. Die Wiederaufnahme der Ausschüttung von einer Bardividende wird mit diesem Ergebnis begünstigt. Die Bank will für das Geschäftsjahr eine Bardividende von 10 Rappen und Aktien für 65 Rappen ausgeben. Die Aktie der Credit Suisse hat seit Jahresbeginn um ca. 19 Prozent zugelegt und notiert aktuell bei 26,42 Franken. Deutlich über den Schätzungen der Analysten liegt der Nettogeldzufluss in der Vermögensverwaltung mit 12 Milliarden Franken. Den Geldzuflüssen von Superreichen und Schwellenländern im Asset Management standen im ersten Quartal 2013 die Geldabflüsse von westeuropäischen Kunden in Höhe von 2,1 Milliarden Franken gegenüber. Mit 4,5 Milliarden Neugeld haben Schweizer Großkunden zu dem Ergebnis beigetragen. In der Sparte Private Banking und Wealth Management betrug das Ergebnis 881 Millionen Franken. Das sind 70 Millionen weniger als im ersten Quartal vom Vorjahr. Auf den verwalteten Vermögen ist die Bruttomarge allerdings von 118 Basispunkten im Vorjahr auf 110 gesunken. Trotz dem vorteilhaften Handelsumfeld entwickelt sich die Marge in der Vermögensverwaltung nicht positiv. Sollten die Zinsen weiterhin tief bleiben rechnet die Credit Suisse damit, dass die Marge weiterhin leicht schrumpft.

Die Leistung soll in den kommenden Geschäftsperioden weiter steigen. Bis 2015 soll das Sparziel von 4,4 Milliarden Franken erreicht werden. Auf eine erneute Verschärfung vom Sparprogramm wird in diesem Quartal verzichtet. Bereits im abgelaufenen Jahr wurden die Kostenziele sukzessive erhöht.

Bildquelle: ©RainerSturm / pixelio.de

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