Durch Dividendentricks entgehen dem deutschen Staat Milliarden

Durch Dividendentricks entgehen dem deutschen Staat Milliarden

Banken und Anleger haben den Staat im Jahr 2008 mit Dividendentricks angeblich um Steuereinnahmen in Höhe von 13 Milliarden Euro gebracht. Die Staatsanwaltschaft hat im November eine Durchsuchung bei der HypoVereinsbank angeordnet, um Dividenden-Tricks aufzudecken. Laut dem Frankfurter Oberstaatsanwalt Günter Wittag ist es um den Verdacht der Steuerhinterziehung gegangen. Nach Angaben der HypoVereinsbank haben sich die Ermittlungen bezüglich der Aktientransaktionen auf die Jahre 2006 bis 2008 bezogen.

Steuerschlupfloch wurde gestopft

Nach den Aussagen eines Sprechers der Generalstaatsanwaltschaft ist die HypoVereinsbank vermutlich nicht die letzte Bank gegen die wegen Dividendentricks ermittelt wird. Das sogenannte Dividenden-Stripping war lange Zeit ein weitverbreitetes Verfahren und hat als Steuer-Schlupfloch gegolten. Durch strengere Gesetze wurde dieses Schlupfloch mittlerweile gestopft. Von den Finanzämtern werden derzeit mehrere Fälle geprüft. Es geht Leerverkäufe von Aktien bzw. den Verkauf von Aktien vor dem Stichtag leer verkauft wurden und erst danach tatsächlich geliefert wurden. Bei dieser Vorgehensweise lassen sich die beiden Vertragspartner von der Bank die Bezahlung der Kapitalertragssteuer auf die Erlöse vorgenommen zu haben. Diese wurde in Wirklichkeit aber nur einmal an den Fiskus abgeführt.

Mit unnötigen Ausgaben werden Steuergelder verprasst

Der Staat muss zusehen wie er seine Kassen füllt und da ist es allemal besser, wenn Dividendentricks aufgespürt werden, als dass Steuern erhöht werden. Auf der einen Seite muss dringend Geld in die Staatskasse, auf der anderen Seite wird es sinnlos verprasst, wie beispielsweise beim Neuen Berliner Flughafen. Herr Schäuble der sonst das Staatsäckel hütet wie einen Schatz scheint damit auch noch einverstanden zu sein, zumindest wurden von seiner Seite noch keine lauten Klagen vernommen. Wenn es darum geht den Bedürftigen die staatlichen Zuwendungen zu kürzen ist er schneller bei der Sache. Aber eines muss man Herrn Schäuble hoch anrechnen, mit seinem Sparkurs hat er die Staatsschulden schneller abgebaut als geplant. Bis 2015 soll der Bund das erste Mal seit nunmehr 40 Jahren ohne neue Schulden auskommen. Wenn Herr Schäuble dann noch im Amt ist wird er das Ziel erreichen.

Bildquelle: ©Gerd Altmann / pixelio.de

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