Kapitalerhöhung der Commerzbank zeigt Erfolge

Kapitalerhöhung der Commerzbank zeigt Erfolge

Die Kapitalerhöhung der Commerzbank zeigt erste Erfolge. Die Nachfrage nach Commerzbank-Aktien ist anscheinend rege. Ein Aktienpaket wurde vom Bankenrettungsfonds teurer verkauft als gedacht. Am vergangenen Mittwoch hat die Commerzbank-Aktie um 15 Prozent zugelegt und sich an die Spitze im Dax geschoben. Innerhalb der ersten zwei Handelsstunden wechselten rund fünfmal mehr Aktien den Besitzer, wie normalerweise an einem durchschnittlichen Handelstag. Vom Handelsvolumen im Dax entfielen auf die Commerzbank etwa 60 Prozent.

Kapitalerhöhung erfolgt unter großem Druck

Das Kursplus hat aber auch technische Gründe. Für neue Aktien wird zu Beginn der Kapitalerhöhung der Wert der Bezugsrechte aus dem Aktienkurs heraus gerechnet. Die Bezugsrechte werden seit dem 15.05.2013 von der Aktie getrennt an der Börse gehandelt. Die Bezugsrechte notierten bei 3,21 Euro. Nun müssen sich die Aktionäre entscheiden, ob sie bei der Kapitalerhöhung mitziehen oder nicht. Wenn sie mitziehen wollen, teilen sie der Bank mit, dass sie das Bezugsrecht ausüben wollen. Sie erhalten dann für 21 alte Anteilsscheine 20 neue Aktien. Wenn sich die Aktionäre dagegen entscheiden, können die Bezugsrechte an der Börse verkauft werden. Die Kapitalerhöhung erfolgt zwar unter großem Druck, laut einem Analyst der LBBW dürfte die Transaktion aber dennoch gelingen. Nach den erwarteten hohen Kursbewegungen wird seiner Meinung nach in den Titel wieder etwas Ruhe einkehren. Den Anlegern empfiehlt er an der Kapitalerhöhung teilzunehmen und ihre Bezugsrechte auszuüben.

Nachteile für Altaktionäre

Die Kapitalerhöhung kann die Altaktionäre teuer zu stehen kommen. Daran ändern auch die Kursgewinne nichts. Bei der Ankündigung der Kapitalerhöhung, im März dieses Jahres, stand der Kurs der Commerzbank-Aktie bei etwa 15 Euro. Seitdem hat die Aktie nahezu ein Drittel von ihrem Wert verloren. Der Staat hat noch vor Beginn der Kapitalerhöhung ein Aktienpaket verkauft. Damit hat der staatliche Bankenrettungsfonds Soffin über Nacht für 625 Millionen Euro Commerzbank-Aktien veräußert. Platziert wurden die etwa 89 Millionen Papiere zu je sieben Euro, wie der Soffin-Betreiber FMSA mitteilte. Da die Papiere ohne Bezugsrecht verkauft wurden berechtigen sie bei der Kapitalerhöhung nicht zum Kauf von neuen Aktien. Finanzkreisen zufolge wurden die neuen Papiere für 6,60 bis 7 Euro angeboten.

Soffin-Beteiligung an Commerzbank ist gesunken

Die Aktien wurden von Soffin verkauft, um bei der Kapitalerhöhung mitziehen zu können. Hier ging es immerhin um 2,5 Milliarden Euro und die Soffin musste dadurch kein neues Geld mehr in die Hand nehmen. Mit der Platzierung sinkt die Beteiligung an der Commerzbank von 25 auf 10 Prozent. Bei etwa 17 Prozent wird sie nach der Kapitalerhöhung liegen. Der Soffin-Chef Christopher Pleister sagte: „Mit dieser marktschonenden Gestaltung, der im Ergebnis vollständigen Rückzahlung der stillen Einlage, wird ein weiterer Meilenstein des Ausstiegs der Bundesrepublik Deutschland aus der Commerzbank erreicht“.

Bildquelle: ©Marko Greitschus / pixelio.de

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