Freibetrag

Der Freibetrag ist ein Begriff, der eng im Zusammenhang steht mit dem Steuerrecht. Inhaltlich besagt er, dass bis zur Erreichung des Freibetrages keine Steuerlast anfällt. Anders gesagt: Nur der den Freibetrag übersteigende Teil der Einnahmen unterliegt der Steuerpflicht. Freibeträge sind zu unterschiedlichen Sachbereichen in verschiedenen Rechtsnormen geregelt. So gibt es beispielsweise den Grundfreibetrag bis zu dessen gesetzlich festgelegter Höhe eine Einkommensteuer nicht erhoben wird. Im Veranlagungszeitraum 2010 z. B. sind das 8004 Euro. Andere Freibeträge finden sich beim Kinderfreibetrag, Alleinerziehendenentlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Übungsleiterfreibetrag usw. Auch bei der Erbschaftsteuer existiert eine Freibetragsregelung, unterschieden nach sachlichen und persönlichen Umständen. Zu den sachlichen gehören z. B. der Hausrat bis zu einem Wert von 41.000 Euro. Die persönlichen Freibeträge werden bestimmt vom Verwandtschaftsgrad und liegen beispielsweise gegenüber Ehegatten und Lebenspartnern bei 500.000 Euro, gegenüber Kindern bei 400.000 Euro.

Bezüglich Kapitalerträgen ist mit dem KJ 2009 eine Neuregelung in Kraft getreten. Danach ist geregelt, dass Einkünfte aus Kapitalvermögen bis zu einer Höhe von 801 Euro als Sparer-Pauschbetrag nicht steuerlich veranlagt werden, bei Eheleuten 1602 Euro.