Thesaurierende Fonds

Thesaurierende Fonds sind dadurch charakterisiert, dass sie m Gegensatz zum “normalen” Fonds ihre Gewinne wie auch die Zinsen nach Ablauf eines Geschäftsjahres nicht zur Ausschüttung bringen, sondern diese sofort wieder investieren. Diese Mittel werden dem Fonds unmittelbar wieder zugeführt und der Anleger erhöht damit seinen Anteil. Außerdem profitiert er bezüglich der Zinsen vom damit verbundenen Zinseszins.

Steuerlich entsteht jedoch kein Vorteil. Der Anleger muss jeweils für den angefallenen aber nicht ausgeschütteten Ertrag die gesetzliche Abgeltungssteuer i. H. v. 25 % (nebst Soli und ggf. Kirchensteuer) an das Finanzamt entrichten. Bei einem eventuellen Verkauf von Fondsanteilen, sind für entstehende Kursgewinne wiederum Abgeltungssteuer zu erbringen. Allerdings werden in diesem Fall die bereits gezahlten Abgeltungssteuern abgezogen, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden. Zu beachten ist eine andere steuerliche Handhabung, wenn es sich bei dem thesaurierenden Fonds um einen ausländischen Fonds handelt, der in Deutschland ein Depot hat, deren Investmentgesellschaft ihren Sitz aber im Ausland hat. Hier fallen die nach der Abgeltungssteuer zu erbringenden Beträge erst bei Rückgabe der Fondsanteile und dem Zugang des Gewinns an.