Wandelanleihe

Der Begriff Wandelanleihe beinhaltet bereits, dass etwas gewandelt werden kann/muss. So ist eine Wandelanleihe ein verzinsliches Wertpapier, dass von einer Anteilsgesellschaft ausgegeben wird. Zu diesem Zweck, also der Befriedigung der Rechte aus Wandelschuldverschreibungen erfolgt eine bedingte Kapitalerhöhung. In der Regel ist das Wertpapier mit einem Nominalzins versehen und der Inhaber hat das Recht, innerhalb einer festgelegten (Wandlungs-) Frist, dieses Papier zu einem zuvor bestimmten Verhältnis, in Aktien umzuwandeln. Der Nominalzins einer Wandelanleihe liegt üblicherweise unter dem des Kapitalmarktes. Soweit eine Emission beabsichtigt ist, bedarf diese der Dreiviertelmehrheit der Hauptversammlung. Den Aktionären steht ein gesetzliches Bezugsrecht zu. Um den Kursunterschied zur Aktie der Gesellschaft auszugleichen, wird ein Wandlungsverhältnis bestimmt. Nicht gewandelte Anleihen werden am Laufzeitende getilgt. Handelt es sich jedoch um solche, für die eine Umtauschpflicht festgelegt wurde, werden diese zum Ende der Laufzeit zwangsumgetauscht.

Der Vorstand kann für maximal fünf Jahre ermächtigt werden, Schuldverschreibungen auszugeben. Soweit von dem Umwandlungsrecht Gebrauch gemacht wird, werden die Anleihen in Aktien umgetauscht was bedeutet, dass Fremdkapital in Eigenkapital umgewandelt wird. Der Finanzierungsvorgang selbst ist die Ausgabe der Wandelanleihen. Wenn dagegen das Bezugsrecht ausgeübt wird, gelangt zum Fremdkapital zusätzliches Eigenkapital.