Preis für Kupfer seit Januar auf Talfahrt

Preis für Kupfer seit Januar auf Talfahrt

Seit Januar befindet sich der Preis für Kupfer auf Talfahrt. Streiks und sinkende Aktienkurse plagen Bergbaukonzerne wie BHP Biliton. Kupfer ist in Deutschland zu einem beliebten Diebesgut geworden, obwohl auf dem Weltmarkt seit diesem Jahr ein Überangebot herrscht. Seit Jahresbeginn ist der Kupferpreis um ca. 14 Prozent gefallen. Einer der Gründe dafür ist Chinas Konjunktur, die nicht so richtig in die Gänge kommt. Der Aktienkurs von BHP Biliton ist seit Januar um 24 Prozent gefallen und der von Rio Tinto um 28 Prozent. In diesem Jahr ist aber nicht nur der Preis für Kupfer gefallen, sondern auch von anderen Rohstoffen wie Blei, Aluminium und Zink sowie Edelmetallen. Ende Januar kostete eine Tonne Kupfer noch knapp 8250 Dollar, Ende Juni lag er bei 6700 Dollar. Ein Angebotsdefizit herrschte in den vergangenen drei Jahren, für dieses Jahr wird ein Überschuss erwartet. Es wurden neue Minen eröffnet, bestehende erweitert und da die Weltkonjunktur immer noch nicht anzieht ist die Nachfrage geringer als die Produktion.

China dominiert den Rohstoffmarkt

Der Kupferpreis wurde vor allem wegen den schlechten Wirtschaftsnachrichten aus China nach unten getrieben. Der Rohstoffmarkt wird von dem asiatischen Schwellenland dominiert. In China werden jedes Jahr 40 Prozent aller auf dem Weltmarkt angebotenen Industriemetalle verbraucht. Derzeit sieht es nicht nach einer Kurserholung des Kupferpreises aus. Im chinesischen Finanzsystem bestehen weiterhin Liquiditätsengpässe, die Konjunktur kühlt weiterhin ab und das reichhaltige Kupferangebot besteht weiter. Wie bei anderen Rohstoffen gibt es mehrere Möglichkeiten, wie sich Anleger am Kupfermarkt engagieren können. Unter anderem sind das Zertifikate und Optionsscheine. Bei den Industriemetallen ist das Angebot allerdings wesentlich kleiner, als zum Beispiel bei Edelmetallen.

Margen der Kupferproduzenten unter Druck

Der Weg über den Aktienmarkt ist eine Alternative. Obwohl sich die Preise und Kurse für Rohstoffe derzeit im Gleichklang bewegen, kann es zu Abweichungen der Kursentwicklung zu den Rohstoffpreisen kommen. Im Moment sind die Margen der Kupferproduzenten von zwei Seiten unter Druck. Zum einen bedeutet ein geringerer Kupferpreis niedrigere Gewinne und zum anderen sind in den vergangenen zwei Jahren die Ausgaben deutlich gestiegen. Streiks haben zu höheren Kosten und Einnahmeausfällen geführt. Darüber hinaus haben sich die Preise für Materialien und Energie erhöht. Beim chilenischen Kupferproduzenten Antofagasta werden die Produktionskosten für die Jahresproduktion von 700.000 Tonnen dieses Jahr wahrscheinlich 36 Prozent teurer.

Bildquelle: © Norbert Leipold / pixelio.de

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