Silber hat drastisch an Wert verloren

Silber hat drastisch an Wert verloren

In den letzten Monaten hat das Edelmetall Silber stark an Wert verloren. Genau wie Gold ist Silber weit entfernt von den einstigen Höchstständen. Aus den börsengehandelten Indexprodukten haben sich bereits viele Anleger zurückgezogen. Die Bestände fallen seit Anfang Februar dramatisch. Es werden jetzt nur noch 78 Millionen Feinunzen gehalten, anstatt den 84 Millionen Feinunzen, von denen jede einzelne etwa 31,1 Gramm entspricht. Seit August vergangenen Jahres waren es nicht mehr so wenig. Im ersten Quartal wurden von Bloomberg Abflüsse vom Gold-ETF von 7 Prozent verzeichnet. Seit es diese ETF gibt hat es noch nie so hohe Abflüsse in einem Quartal gegeben.

Trotz Zuflüssen ist der Silberpreis nicht gestiegen

Silber hat im ersten Quartal Zuflüsse verzeichnet. Im ersten Quartal haben die mit Silber hinterlegten ETFs rund 800 Tonnen dazugewonnen. 19700 Tonnen werden derzeit gehalten. Die Anleger trauen Silber offenbar mehr Potential zu als Gold oder anderen Edelmetallen und haben deshalb umgeschichtet. Die Abflüsse beim Gold machen sich deutlich bemerkbar. Bei Silber nutzen die Zuflüsse aber anscheinend wenig. Trotz den Zuflüssen in ETF fällt der Preis für Silber. Eine Feinunze Silber notiert derzeit bei 26,75 Dollar. Damit liegt Silber unter der technisch wichtigen Marke von 27 Dollar. Der Goldpreis ist ebenfalls unter die technisch wichtige Marke von 1550 Dollar gefallen. So niedrig war der Goldpreis seit 10 Monaten nicht mehr, aber am Freitag ist der leicht auf 1565 Dollar gestiegen. Die Anleger scheinen das Vertrauen in die Edelmetalle zu verlieren, immer weniger setzen auf steigende Preise. Dem Abwärtsstrudel kann Silber im Moment nicht entgehen. Es wird als Edelmetall und Industriemetall behandelt und die zwei Sorten schwächeln. Die Edelmetalle schwächeln weil die Sorgen um die Inflation geringer werden. Bei den Industriemetallen ist es eher das geringe Vertrauen in die wirtschaftliche Stärke der Welt.

Steigende Industrienachfrage wird erwartet

Analysten gehen davon aus, dass es sich nicht um eine nachhaltige Schwäche der Edelmetalle handelt. Bis Jahresende erwarten sie einen Silberpreis von 36 Dollar pro Feinunze. Bei Gold erwarten sie einen Anstieg auf 1800 Dollar je Feinunze. Die Preisprognosen wurden allerdings schon nach unten korrigiert. Nach einem schwachen Jahr 2012 wird erwartet, dass die Industrienachfrage deutlich steigt. Vom niedrigen Preisniveau wird die Schmucknachfrage profitieren. In der Vergangenheit hat es nach so stark ausgeprägten Entwicklungen meistens stärkere Gegenbewegungen gegeben und diese könnten die Preise steigen lassen.

Bildquelle: © Michael Grabscheit / pixelio.de

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