Verschiedene Faktoren verunsichern die Anleger

Verschiedene Faktoren verunsichern die Anleger

Wegen den schlechten Konjunkturzahlen und den Wahlen in Italien sind die Anleger weiterhin beunruhigt. Da außerdem immer mehr Länder von den Ratingagenturen herabgestuft werden wird befürchtet, dass die Kriese wieder aufflammt. Die Ratingagentur Moody’s hat Großbritannien die Bestnote „AAA“ entzogen. Frankreich wurde diese Topnote nicht nur von Moody’s, sondern auch von Standard & Poor’s entzogen. Bereits im Sommer 2011 erlitten die Vereinigten Staaten dieses Schicksal, als ihnen die Höchstnote von Standard & Poor’s aberkannt wurde. Anders als erwartet sind die Zinsen der französischen und amerikanischen Staatsanleihen nicht gestiegen, sondern gefallen. Mit einer Verkaufswelle auf britische Staatsanleihen wird deshalb nicht gerechnet.

Wachstumsprognose wurde gesenkt

Im Februar hat die EU-Kommission die Wachstumsprognose für den Euroraum bereits von plus 0,1 auf minus 0,3 Prozent für dieses Jahr gesenkt. Somit wird sich die Rezession um ein Jahr verlängern. Auf Kernländer wie die Niederlande oder Frankreich greift die Wachstumsschwäche immer stärker über. Die Den Haager Regierung musste wegen der aktuellen Immobilienkrise bereits den Hypothekenfinanzierer SNS Reaal auffangen. Das Kürzel stand „PIIGS“ hat früher für die Krisenländer Portugal, Italien,Irland, Griechenland und Spanien gestanden. Jetzt macht das Akronym „FISH“ die Runde, das für Frankreich, Italien, Spanien sowie Holland steht. Die italienische und spanische Wirtschaft schrumpfen, die französische stagniert und in Deutschland breitet sich Zuversicht aus. Im Februar ist der Geschäftsklimaindex vom Münchener Konjunkturforschungsinstitut Ifo veröffentlicht worden. Im Februar hat er das höchste Niveau seit 10 Monaten erreicht.

Zuversicht in Wirtschaft steigt

In der Wirtschaft steigt die Zuversicht, dass die Währungsunion nicht zerfällt, es bestehen aber weiterhin politische Risiken. Erstaunlich ist die derzeit noch herrschende Stabilität der Krisenländer. Da die Sparmaßnahmen aber immer mehr Bevölkerungskreise betreffen breitet sich Unmut aus. Die Regierungen der EU-Länder müssen die drastischen Sparmaßnahmen fortsetzen und gleichzeitig dem wachsenden Druck von Seiten der Wähler standhalten. Ein wichtiger Grund für die Anleger das Wiederaufflammen der Krise zu berücksichtigen. Ein Wiederaufflammen der Krise zeichnet sich daran ab, dass die europäischen Banken bei der Rückzahlung der Liquiditätshilfen an die EZB immer weniger Eifer zeigen. Die im Februar anstehende Sondertilgung wollten die Banken nur zur Hälfte begleichen.

Geldpolitische Wende nicht in Sicht

Verunsichernde Signale kommen auch aus den Vereinigten Staaten, obwohl dort die Banken zuletzt gute Ergebnisse erzielt haben. Das bedeutet aber nicht, dass eine geldpolitische Wende in Sicht ist. Es wird wohl noch einige Zeit dauern bis die Notenbanken die Finanzmärkte auf beiden Seiten des Altantiks vom Tropf abhängen können.

Bildquelle:©Gerd Altmann / pixelio.de

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